Japanmakaken Onsen

Yanagawa

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Am letzten Tag auf Kyushu sind wir nach Yanagawa gefahren, das bekannt ist für seine vielen kleinen Kanäle. Ehrlich gesagt habe ich schon schönere Kanäle gesehen, aber die Sonne schien und unser Bootsführer war 75 Jahre alt. Den Job machte er seit 35 Jahren und seitdem riss er wahrscheinlich auch die immer gleichen Witze, die allerdings wirklich lustig waren – (soweit ich das verstehen konnte). Auf der Fahrt durch die Kanäle gab es Bier und der Bootsführer erzählte, dass eines Tages ein Japaner dreimal hintereinander aus dem Boot gefallen sei, weil er so betrunken war. Das passierte uns nicht, wehalb wir am Nachmittag mit guter Laune und trockener Kleidung in den Shinkansen steigen konnten, um nach Tokio zu fahren.

Boot
Bootsführer

Yanagawa
Yanagawa

Höhepunkt der Fahrt war mein o-bento. Ein o-bento ist eine Art Lunchpaket deluxe. Jede Region in Japan hat ihre eigenen o-bentos in die die lokalen Spezialitäten verpackt werden. Kauft man ein o-bento im Bahnhof, heißt es eki-bento – also Bahnhofsbento. Ende des VHS-Teils.

Obento
Eki-Bento von Kyushu

Die Fahrt ging vorbei an den wichtigsten touristischen Höhepunkten Japans: Hiroshima, Osaka, Kyoto und zum Schluss konnten wir den Fuji sehen. Allerdings klebten schon nach wenigen Sekunden alle Japaner verzückt an der Fensterscheibe. Weil ich nicht so reaktionsschnell war, konnte ich leider kein Foto vom Fuji machen. Ich kann aber sagen, dass der Fuji ein wirklich sehr schöner und beeindruckender Berg ist und ich die Begeisterung der Japaner gut verstehe.

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Kyushu

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

2. Tag auf Kyushu: Ausflug nach Hita

Hita war früher direkt dem Shogunat in Tokio bzw. Edo unterstellt, weshalb die Stadt recht wohlhabend war. Da sie im zweiten Weltkrieg nicht bombardiert wurde, stehen noch viele Häuser aus dieser Zeit:

Tempel in Hita

Hita

Wieder zurück in Hakata, haben wir abends an einem der unzähligen Essensstände gegessen, für die Hakata bekannt ist.

Yatai

Hakata

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Tote Rehe und weiße Stöckelschuhe

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Unsere Fähre nach Japan war klein, sehr klein. Und die Wellen waren groß, größer als unsere Fähre. Zum Glück war unsere Fähre ein Tragflügelboot, das über die Wellen drüber glitt – sollte es jedenfalls. Zudem hatte es elektronische Stabilisatoren. So ganz haben die Japaner ihrer Fähre aber selber nicht getraut, denn während der gesamten 3-stündigen Überfahrt sollte man angeschnallt bleiben. Wegen der Stabilisatoren schaukelte das Boot nicht gleichmäßig hoch und runter, sondern völlig unvermittelt hin und her, hoch und runter, kreuz und quer. Im TV lief ein amerikanischer schwarz-weiß Heimatfilm der Marke “Meine kleine Farm”. Ein kleiner Junge hatte sich mit einem Reh angefreundet, das er zum Schluss erschießen mussten. Dazu klatschten andauernd geräuschvoll hohe Welle gegen den Rumpf des Schiffes und wir ruckelten Richtung Japan.

Beetle
Liebling, ich habe die Fähre geschrumpft

In Japan waren wir die letzten, die an der Grenzkontrolle die Pässe vorzeigten. Die Beamten hatten jetzt genügend Zeit, um uns ihre gesamte Aufmerksamkeit zu schenken. Immer wieder musste ich bestätigen, dass Sanae meine Ehefrau ist. Ja genau, die da drüben. Ja, wir sind verheiratet. Den Typen wollten sich die Grenzbeamten dann mal genauer ansehen. Ich musste die Taschen ausleeren, die Koffer öffnen und meine Schuhe ausziehen. Ich weiß nicht, ob es an meinen Socken lag, jedenfalls wurde mein Visum spontan auf drei Jahre verlängert. Arigato. Vielen Dank.

Der erste Japaner, den ich vor dem Hafengebäude gesehen habe, war ein etwa 50-jähriger Mann auf weißen Stöckelschuhen, im weißen Minirock mit der dazu passenden weißen Handtasche. Willkommen im Land der Konformität.

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Kartoffelschnaps in Korea

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Am nächsten Tag sind wir in die Provinz gefahren. Nach 2 Stunden im Zug und einer recht abenteuerlichen Fahrt mit einem Linienbus durchs Gebirge kamen wir am Bulguksa Tempel an. Der Tempel war sehr schön, Sanae fand allerdings die bunten Papierlampen, die überall hingen, unpassend. Wir waren fast die einzigen Besucher. Zu hören war lediglich ein Mönch, der sehr verärgert am Handy jemanden zusammenstauchte, in seinen riesigen Toyotajeep stieg und davonfuhr.

Bulguksatempel
Bulguksatempel

Bulguksatempel2
Bulguksatempel

Tor im Bulguksatempel
Tor im Bulguksatempel

Danach haben wir uns noch die Seokgulam Grotte angesehen, in der eine aus Stein gefertigte 2 Meter hohe Buddhastatue stand. Angesichts der langen Anfahrt vom Tempel bis zur Grotte fand ich das ein bisschen wenig. Allerdings zog ein Unwetter auf und der Nebel verlieh der Umgebung eine sehr schöne Stimmung.

Nebel vor Seokgulam Grotte
Glocke vor der Seokgulam Grotte

Nebel an der Seokgulam Grotte
Seokgulam Grotte im Nebel

Am Abend waren wir in Busan in einem Restaurant, das die billigere Ausgabe des Restaurants vom Vortag war – d.h. es gab nur Bulkogi und die Qualität war etwas geringer. Dafür herrschte eine sehr lebendige Stimmung. Die Koreaner an den Nachbartischen waren alle komplett betrunken, hatten rote Gesichter, fuchtelten mit den Armen und diskutierten lautstark. Das wollten wir auch. Wir zeigten auf die Flasche, die auf dem Nebentisch stand, die Kellnerin verschwand und kam mit einer Flasche voll mit hochprozentigem Kartoffelschnaps wieder. Nachdem wir die Flasche geleert hatten, war ich nicht so sicher, ob das die optimale Vorbereitung auf die Fährfahrt am nächsten Tag war. Aber im Grunde war mir auch alles egal.

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Bulkogi in Busan

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Im Fährhafen von Incheon mussten wir uns erstmal vor eine Kamera stellen, die unsere Körpertemperatur gemessen hat. Der Arzt befand uns für gesund und wir durften weiter zur Passkontrolle. Der koreanische Grenzbeamte sagte auf Deutsch: “Guten Tag” und dann auf Englisch: “You can stay.” Für einen Moment schauten wir uns an, berauscht von der kosmopolitischen Großzügigkeit dieses einfachen Grenzbeamten. Ich hatte schon die Sorge, er würde noch hinter seinem Schalter herkommen und mich ganz fest an sich drücken. Das blieb mir aber erspart.

In der S-Bahn nach Seoul war dann ein älterer Mann, der neben mir saß, schwer beeindruckt von meinem Rollkoffer. Immer wieder streichelte er liebevoll über den Koffer, blickte mich versonnen an und nickte bewundernd. Den Koffer hatte ich für umgerechnet 20 Euro in Peking gekauft und für mich sieht er aus wie ein billiger stinknormaler Rollkoffer. Aber vielleicht ist es auch eine besonderds schöne Massenanfertigung aus der Hu Jintao Dynastie.

Pusan
Busan am Abend

Von Seoul ging es mit dem Schnellzug (einem französischen TGV) nach Busan an der Südküste von Korea. Am Abend haben wir in einem traditionellen koreanischen Restaurant gegessen, das wir zufällig in einer kleinen Seitenstraße entdeckt hatten. Wir knieten auf dem Boden vor einem kleinen Tisch. Auf der Speiskarte konnte man nur zwischen drei verschiedenen Rindfleischsorten wählen und ich dachte schon: Nur Rind ist aber ein wenig langweilig. Nachdem wir bestellt hatten (Rind), tippelten dann aber unaufhörlich in traditionellen Gewändern gekleidete Kellnerinnen rein und brachten nacheinander bestimmt 40 kleine Speisen: verschiedene Gemüsesorten, Fleisch, Fisch. Alle waren mit Chilli gewürzt – manche weniger, manche mehr, einige sehr viel mehr. Das Fleisch wurde in der Mitte des Tisches auf einem kleinen Grill gebraten. Hin und wieder schnitt eine Kellnerin das Fleisch mit einer gewöhnlichen Haushaltsschere in kleine Stücke und gab genaue Anweisungen in welche Soße wir die Stücke tauchen sollten und in welche Salatblätter alles gewickelt werden sollte. Das Ganze nannte sich Bulkogi – und wer es mal probieren möchte, sollte ins Kölner Restaurant Shilla gehen (oder nach Korea fahren).

Essen in  Pusan
Bulkogi

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Mit Würstchen zur Erleuchtung

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Unser Hotel in Qingdao bot ein internationales Frühstück. Neben Brötchen gab es Würstchen, Spiegelei, Sushi und jede Menge chinesische Gerichte. Ich hatte mich für die typisch chinesische Reissuppe und zwei Dampfknödel mit Fleischfüllung entschieden, da sah ich neben mir einen buddhistischen Mönch mit Glatze und orangem Umhang, der sich ein Würstchen nach dem anderen in den Mund schob. Das brachte mich etwas ins Grübeln: Wie kann sich ein buddhistischer Mönch ein 4-Sterne-Hotel leisten? Und wollte Buddha, als es in der Abgeschiedenheit zur Erleuchtung gelangte, dass sich seine Glaubensbrüder eines Tages am internationalen Frühstücksbuffet haufenweise Würstchen reinpfeifen? Nachdem ich mit diesen ur-theologischen Fragen kein Stück weitergekommen war, sah ich Sanae an, die gerade die Papierverpackung von ihrer Dampfnudel abknibbelte. Zu spät! Ich hatte bereits gedankenverloren meine beiden Dampfnudeln mitsamt der Papierverpackung aufgegessen. Angesichts der Lebensmittelskandale, die in China zur Zeit aufgedeckt werden, könnte die Verpackung aber eine der gesündesten Zutaten gewesen sein, die ich während der Tage in China gegessen habe.

Am Abend des zweiten Tages sind wir zum Hafen gefahren, um mit der Fähre nach Korea überzusetzen. Im Hafengebäude warteten schon Dutzende Händler mit unzähligen riesigen Pappkartons, die sie als “Handgepäck” mitnahmen, um den Inhalt in Korea teuer zu verkaufen.

Hafen von Qingdao
Hafengebäude von Qingdao

Die Überfahrt war sehr angenehm. Der Sturm vom Vortag war vorbei und die See wieder glatt. Im Restaurant haben wir gebratenes Rindfleisch und Kimchi gegessen – zwei Gerichte, die in den kommenden Tagen noch öfter auf unseren Tellern landen sollten. Danach haben wir uns ein wenig an den chinesischen TV-Sendern erfreut, die wie jeden Tag während unseres China-Aufenthaltes, irgendwelche schrägen Kungfu-Filme zeigten. Am nächsten Morgen waren wir in Korea.

Schiff nach Korea
Fährkabine auf der Überfahrt von Qingdao nach Incheon in Korea

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German Gemütlichkeit

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Qingdao war zwischen 1897 und 1914 deutsches “Schutzgebiet” (sagt Wikipedia). Aus dieser Zeit sind noch einige Gebäude erhalten – etwa die Kirche. Als wir dort ankamen, posierten gerade chinesische Brautpaare in Smoking und weißem Brautkleid für das Hochzeitsfoto.

Kirche von Qingdao
Kirche von Qingdao

Brautpaar in Qingdao
Brautpaare vor der Kirche

Haus in Qingdao
Deutsche Relikte in Qingdao

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Endlich Sauerstoff

Januar 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Während der Woche in Peking war die Luft unglaublich schlecht. Wir hatten die ganze Zeit das Gefühl, eine zähflüssige Masse einzuatmen. Zusammen mit der Hitze hat das sehr viel Kraft gekostet und wir waren froh als wir in Qingdao endlich wieder richtig durchatmen konnten.

Abteil im Nachtzug zwischen Peking und Qingdao
Nachtzug von Peking nach Qingdao

Qingdao liegt am gelben Meer und ist eine wohlhabende Küstenstadt mit schönen Stränden, Porsche-Händler und europäischen Designer-Geschäften.

Qingdao
Qingdao

Strand von Qingdao
Strand von Qingdao

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Der Chinese als Solcher

Januar 18, 2009 · 1 Kommentar

Taxifahren macht in Peking großen Spaß – vorausgesetzt man hat mit seinem Leben bereits abgeschlossen. Die Taxifahrer fahren nicht wirklich schnell, stoßen aber gnadenlos in jede sich bietende Lücke und hupen alle 20 Sekunden völlig grundlos, dafür jedoch umso leidenschaftlicher. Radfahrer und Fußgänger werden komplett ignoriert. Unzählige Male dachte ich, dass es jetzt um den Radfahrer vor uns geschehen sei. Irgendwie sind sich dann aber alle in letzter Sekunde aus dem Weg gegangen. Das Ganze ist wohl ein reibungslos funktionierendes Chaos – so wie der Verkehr in italienischen Großstädten.

Straße in Peking
Peking

Auch sonst haben es Chinesen anscheinend immer eilig. In großen Menschenmassen drängeln alle ständig vor – selbst alte Chinesen. In einem Moment schlurfen sie noch gebrechlich über die Straße. Doch kaum sind sie in der Schlange angekommen, rammen sie einem den knochigen Ellbogen in die Rippen und huschen wieselflink in die frei werdenden 20 Zentimeter.

Am Bahnhof von Peking mußte ich ungefähr 10 Sekunden in der Tasche nach meinem Ticket suchen. Daher konnten die rund 100 Chinesen hinter mir nicht durch die Ticketkontrolle. Nach 3 Sekunden wurden aus der Menge die ersten Verwünschungen laut, obwohl der Zug erst eine halbe Stunde später abfuhr.

Ansonsten waren die Chinesen aber unheimlich freundlich, haben uns ständig fröhlich angelächelt und uns sehr höflich behandelt. Kein einziger Taxifahrer hat uns betrogen, obwohl wir vor unserer Abreise viel von den betrügerischen Taxifahrern gehört hatten.

Verbotene Stadt
Die Verbotene Stadt

Wegen der “Pooh-Affäre” konnten wir leider nicht zur großen Mauer. Gesehen haben wir den Himmelstempel, die Verbotene Stadt und ein lama-buddhistisches Kloster. Letzteres hat mir am besten gefallen. Das Kloster bestand aus fünf bunt verzierten Gebetsräumen und hatte als größte Attraktion eine 18 Meter hohe Buddha-Statue. Die Statue durfte man leider nicht fotografieren. Davor kniete eine füllige Amerikanerin und fuchtelte mit den Armen, was sie offenbar für Beten hielt. Wahrscheinlich hatte sie in der amerikanischen “Brigitte” gelesen, dass Buddhismus jetzt in ist. Neben ihr stand der Ehemann mit Baseballmütze, Shorts und weißen Turnschuhen und blickte ungeduldig und leicht spöttisch auf den Esoterikanfall seiner Frau.

buddhistisches Kloster
Buddhistisches Kloster

Vor den Gebetsräumen konnte man Räucherstäbchen anzünden, während der Betens kurz schwenken und dann in eine Tonne werfen. Eine Chinesin war mit diesem Ritual offenbar nicht sehr vertraut. Nachdem sie die Räucherstäbchen angezündet hatte gerieten die recht heftig in Brand. Nun stand die Gute da, mit einem Bündel brennender Stäbchen, schüttelte das Ganze wie wild, wodurch das Feuer noch größer wurde und rannte dann voller Panik und in letzer Sekunde zur Metalltonne, um sich der Feuersbrunst zu entledigen. Vermutlich wird sie das auf dem nächsten Parteitag der Kommunisten als Beispiel anbringen, wie gefährlich Religion sein kann.

Betende im buddhistischen Kloster
Betende im Kloster

Telefonzelle im Kloster
Lama-Buddhistische Telefonzelle

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Little Hospital has no pooh

Januar 18, 2009 · 1 Kommentar

Am ersten Abend in Peking war ich müde und hatte keinen Hunger. In der Nacht bekam ich dann Magenprobleme, die auch am nächsten Tag anhielten. Weil ich so schnell wie möglich wieder auf den Beinen sein wollte, entschied ich mich für einen Krankenhausbesuch. Das Krankenhaus war nur ein paar hundert Meter entfernt von unserem Hotel und zählte zu den besten in Peking. Mit internationalen Standards konnte es jedenfalls locker mithalten.

Nachdem ich am Empfang in englischer Sprache meine Probleme beschrieben hatte, sagte die Krankenschwester, es sei gerade Saison – was sie damit meinte, weiß ich nicht. Jedenfalls wollte sie gerne eine Probe von äh, von äh, nun kam sie etwas in Stottern, dann strahlte sie mich glückstrunken an: pooh! We need your pooh. Your pooh! Das wiederholte sie immer wieder und immer eindringlicher. Gott sei dank kam die Ärztin. Ich erzählte die ganze Geschichte von vorne und die Ärztin schrieb alles genau in ein kleines Heft, das aussah wie die Schreibhefte in der Grundschule. Nach der Untersuchung habe ich das Heft überreicht bekommen und bin daher nun stolzer Besitzer einer chinesischen Krankenakte.

Zuvor wurde noch mein Blut untersucht. Die Ergebnisse lagen nach 10 Minuten vor, was mich sehr beeindruckt hat. Die Ärztin war ihrerseits sehr von meiner riesigen Menge an mitgebrachten deutschen Medikamenten beeindruckt und nannte mich ein “Little Hospital”. Die Blutwerte zeigten, dass ich eine bakterielle Infektion hatte, die ich mir sicherlich im chinesischen Speisewagen eingefangen habe. Zumindest war es nichts Schlimmes. Die Krankenschwester wollte jetzt auch kein pooh mehr, sondern umgerechnet 15 Euro, was ich für die Untersuchung recht günstig fand. Dennoch empfahl sie mir, künftig in ein billigeres Krankenhaus zu gehen. Das habe ich mir aber gespart, weil das Antibiotikum schon am nächsten Tag seine Arbeit vollbracht hatte und es mir deutlich besser ging.

Bahnhof von Peking
Im Bahnhof von Peking

Platz des himmlischen Friedens
Platz der himmlischen Luftverschmutzung

Himmelstempel
Himmelstempel

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